Hintergrund: Das vorarlberg museum ist ein Landesmuseum. Seit 150 Jahren werden regionale Archäologie, Geschichte, Brauchtum und Kultur gesammelt, erforscht und vermittelt. Im Juli 2013 wurde das neue, von den Architekten Cukrowicz Nachbaur entworfene Haus, am Kornmarkt in Bregenz eröffnet.
Herausforderung: Das Museum zeigt jeweils fünf Ausstellungen parallel. Daraus ergab sich die Anforderung nach einer flexiblen Signaletik, die sich in die Innenarchitektur integriert, aber gleichzeitig eigenständig genug ist, um gegen fünf unterschiedliche und wechselnde Ausstellungsgestaltungen bestehen zu können.
Herangehensweise: Wir entwickelten ein Orientierungssystem, das auf Licht basiert und bestehende Oberflächen innerhalb des Gebäudes nutzt. Das schafft auch eine klare Differenzierung zur jeweiligen Ausstellungsgrafik.
Zusätzliche Raumbeschriftungen und kleine Hinweise leiten sich von ihrem Untergrund ab – Schriften, die aus dem patinierten Messing herauspoliert oder in goldenen Lettern in die dunklen Eichentüren eingelegt werden. Zum Leitsystem gehören auch die Beschriftung über dem Haupteingang sowie ein LED-Bildschirm und zwei Fassadenvitrinen.
Der Schriftzug auf dem Vordach verändert seine Erscheinung je nach Lichteinfall und Perspektive. Eine Replik auf die Geschichte, die niemals statisch ist. Er wurde in Zusammenarbeit mit Stefan Sagmeister entwickelt, der das Erscheinungsbild des Museums entworfen hat.
Kategorie: Signaletik/Szenografie, Branding/Marke
Auftraggeber: vorarlberg museum
Ort: Bregenz, Österreich
Architekten: Cukrovicz Nachbauer Architekten ZT
Zeitraum: 2012 bis 2024
Fotografie: Darko Todorovic
Auszeichnungen: European Design Award 14, Joseph Binder Award 14, IIID Award 14, Iconic Award 2014, German Design Award 2015