Agnes Amann und Barbara Reich haben diese sehr gute Arbeit gestaltet. Martin Platzgummer und ich durften die beiden begleiten. Sind schon gespannt, ob es zu einer Umsetzung kommt. Wir würden es uns wünschen.
Ja das ist eine gute Frage… Was kommt bei uns am besten an, wenn sich junge Leute im Sägenvier für ein Praktikum oder einen Job bewerben. Zuerst einmal die Befassung mit Sägenvier. Und die Balance zwischen Auffallen um jeden Preis und schlichter, guter Arbeit zu finden. Das geht ja uns bei unseren Auftraggebern auch so. Was nervt, nimmt zuviel Zeit in Anspruch, täuscht evtl. über die eigentliche Arbeit und Qualität hinweg. Also überlegt gut, bevor ihr euch bei uns bewirbt… Aber nur Mut.
Unbedingt das Zeitmagazin besorgen oder einfach im Kiosk kurz durchblättern oder zumindest die Kolumne von Martenstein lesen. Grafisch, inhaltlich, redaktionell sensationell und wertvoll.
Rezepte für Gestaltung. Sägenvier im Designkochbuch. Herausgegeben von Rockport Publishing NYC. Guten Appetit.
Unsere Lena Seeberger (sie ist seit einer Woche bei uns im Team) hatte schon vor 2 Jahren ein Praktikum im Sägenvier absolviert. Danach durfte ich sie und ihre Kollegin Astrid Neumayr in Zusammenarbeit mit Hubert Matt bei dessen gemeinsamer Diplomarbeit coachen. Eine sehr einfühlsame und interessante Arbeit. Das Wälderbähnle bzw. die Strecke abzulaufen und zu dokumentieren zeigt viele aussergewöhnliche Orte und Wahrnehmungen. Tolle Arbeit, Mädels.
Gerade eben haben wir entdeckt, dass sich unsere Aussicht Richtung Dornbirner Ache verändert hat. Wir haben gar nicht gewußt, dass sich dieser Herr nun auch für den Präsidentensessel bewirbt. Aber eigentlich wünschen wir uns einfach wieder einen freien Blick auf die Ache.
Die lustigen Brüder Mucci in Monteverdi Marittima in der Toskana betreiben ihr Geschäft vorbildlich. Auf knappen 60 Quadratmetern zeigen sie alles, was das kulinarisch interessierte Herz begehrt. Die Beiden beliefern zahlreiche Restaurants und Trattorias der Umgebung. Jeder kennt jeden, so scheint es im Laden. Es werden kleine Geschichten erzählt, beste Rabattverhandlungen geführt. Zusatzgeschäfte mit Spaß und Lust generiert. Das Büro ist einen Meter breit und 3 Meter hoch. Überall Preisschilder, Heiligenfiguren, Lebensmittel vom Feinsten. Bon appetito. Macht Appetit auf bestes Marketing mit Herz und Hirn.
Manchmal meint man sich zu übernehmen. Ich bekam von Heidi Weber die Anfrage, ob ich nicht mit dem 4. Semester FHV Intermedia ein Drucksachenprojekt machen möchte. Ich sagte sofort zu und freute mich schon sehr darauf. Eine Woche später rief mich Hubert Matt an und fragte mich, ob ich schon wüsste, daß es sich um ein Incoming Semester handle. Ich sollte das Projekt in Englisch halten. Schluck. Ich habe Englisch auf Haupt- und Handelsschulniveau und meinte bis dato, daß ich mit JapanerInnen und so ganz gut kommunizieren kann. Aber eine Vorlesung halten. Schwitz. Aber ich sprang ins kalte Wasser. Zudem wählte ich ein nicht ganz unanspruchsvolles Thema für Plakatgestaltung aus. Erinnern an den Holocaust. Auch dies war interessant – wie gehen junge Leute aus Mexiko, Holland, USA, Türkei etc. mit diesem Thema um. Und das alles in Englisch… Ich holte mir dann Joachim Wiesner (Englisch- und Geschichteprofessor – und Holocaustspezialist) für Briefing – und dies war bereits meine Rettung. Die Entwürfe waren so interessant, daß ich mich dann kurzfristig entschied, einen Wettbewerb zu starten. Wir installierten eine Jury und prämierten einen Sieger. Dieser wurde auf der Vorderseite des Plakates platziert und auf der Rückseite haben wir sämtliche Einreichungen dokumentiert. Und zuletzt wurde das Projekt von erinnern.at an die österreichischen Schulen verteilt. Hier sieht man, was sich alles aus einer fiktiven Semesterarbeit ergeben kann. Ich weiss jetzt auch, daß Hakenkreuz in Englisch swastica heisst. Habs mir oft genug aufs Tempotaschentuch geschrieben.
Mit Hubert Matt und Martin Platzgummer haben wir Lukas zum Diplom begleitet. Er hat das Komponieren analysiert und beschrieben. Und zwar im Bildnerischen und musikalischen Bereich. Und er war in Europa auf Tournee – innerhalb seiner Diplomarbeitszeit. Wunderschöne Arbeit. Kraftvoll und schön. Und Lukas gestaltet so gut, wie sein Bruder Jodok im Innauer kocht. Excellent.
Das war lustig, als mich der Student anrufte und mich fragte, ob ich Ihn bei seiner Diplomarbeit über Waffen und Militär betreuen würde. Ich als überzeugter Zivildiener stockte da kurz. Aber er klärte mich auf und sein Thema ist hyperinteressant. Cowboys kommen nicht gut weg. Insgesamt eine sehr komplexe und wunderbare und interessante Arbeit.
„What a teacher!“ G.G. Lange ist letztes Jahr gestorben. Er war einer meiner wichtigsten Lehrer. Jeden Montag von 9 bis 12 Uhr hat er uns in seiner unverwechselbaren Art gute Gestaltung gezeigt und über Typografie, Bildkomposition, Farblehre etc. referiert. Niemals hat er uns irgendwelche Gurus vorgehalten. Er blieb stets beim guten Arbeitsbeispiel, lebte beste Ansprüche vor und ermunterte uns zum eigenen Gestaltungswillen. Danke Herr Lange. Ich habe sehr viel von Ihnen behalten.