Seit heute dürfen wir es offiziell verkünden. Wir gestalten die Design- und Kommunikationsaufgaben des neuen Montforthaus Feldkirch. Ein Kongress- und Veranstaltungszentrum – eine neue Landmark für Feldkirch. Wir sind darauf besonders stolz. Erstens, weil diese Aufgabe absolut zu unseren Lieblingsdisziplinen gehört, zweitens, weil wir eigentlich den letzten Wettbewerb gemacht haben und gerade diesen gewinnen konnten und drittens, weil wir sehr gerne für Feldkirch arbeiten. Schon seit langer Zeit. Und viertens, weil wir auch mit den Berliner und Vorarlberger Architekten die Signaletik mitgestalten dürfen. Juhuuuhhhhhh.
Im Landeskrankenhaus Feldkirch haben wir diese Informationsstelle gestaltet. Hier werden die aktuellen Plakate und Bilder der Kulturveranstaltungen in Feldkirch kommuniziert. Schönes Engagement für die kranken Menschen. Kultur hilft heilen…?
Mit Stefan Marte zusammen habe ich diese Schilder kampagne gestaltet. Wir entschlossen uns, auf der einen Seite der Schilder mit Kinderzeichnungen und Kinderschrift mit den AutofahrerInnen zu kommunizieren und auf der anderen Seite die pragmatische Information anzubringen. Insgesamt ein mutiger Schritt der Stadt Feldkirch, denkt man an die Dynamik der Autofahrerpartei in der Schweiz in den 90iger Jahren. Also Tempo raus im Stadtverkehr.
Andere Mobilität verkörpern und den Leuten zum wählen geben. Eine andere Art der Wahlkampagne. Wähl mich!
Der damals junge Bürgermeister Wilfried Berchtold kam zu Reinhard Gassner und mir und wir durften die Kampagne für die Belebung der Innenstadt entwerfen. Inserate, Siebdruckplakate und beste Veranstaltungen – auch in der Reihe des Gauklerfestivals – waren input, den es zu bewerben galt. Eine frische und lustige Kampagne war entstanden. Plakate mit Illustrationen von Helmut King, Roland Schuster und mir. Eine schöne Begegnung Vorarlberger Grafik. Heute ist zum Glück schon viel viel mehr los in der Feldkircher Innenstadt.
Das war eine haarige Situation. Nachdem Nolde Luger den beispielhaften Stadtbus Dornbirn eingeführt hatte, wollten die Feldkircher einen mindestens so guten, wenn nicht sogar einen noch besseren Stadtbus Feldkirch. Reinhard Gassner und ich und als Architekt für die Stelen und Wartehäuschen Rudi Wäger machten uns an die Arbeit und entwickelten völlig eigenständige Designs. Später, als im Vorderland ebenfalls ein paar Grafiker dann eigenständige Busse in diversen Beauftragungen gestalteten, kamen die Verantwortlichen drauf, daß die Nichtstadtbusse eine visuelle und verbale Verbindung benötigen. Brändle, Dornig und Scherling wurden damals beauftragt und fanden den Landbus Vorderland. Diese Erkenntnis hatte uns dann dazu gezwungen, unseren Auftrag bei der Stadt Feldkirch zu stoppen und dann gemeinsam mit Bürgermeiser Hans Kohler dem Landesstatthalter Herbert Sausgruber den Gesamtauftrag an Nolde Luger für ein landesweites Bussystem zu empfehlen. Nolde hat dies super gelöst. Wir haben dann Jahre später das Redesign übernommen und gestalten Bus und Bahn bis heute. Wenn ich ganz ehrlich bin, hätte uns natürlich unsere Lösung besser gefallen. Logo, Busdesign und Stele aus alten Eisenbahnschienen… aber was tut man nicht alles für die Allgemeinheit.
Ich war völlig überzeugt, für die Stadt Feldkirch das absolut richtige und beste Corporate Design Programm zu erfinden, daß es in ganz Mitteleuropa je gegeben hatte. Sagen wir mal konzeptiv war es auch sehr gut. Ich wies sogar in meiner Einreichung darauf hin, daß Feldkirch diese lachende, fröhliche und positive Logotype sich erst dann verdient heie, wenn sich die Menschen und zwar alle BewohnerInnen akzeptiert und wohl fühlen können. Also damals war ich noch ziemlich rosarot bebrillt. Aber letztlich hat das fröhliche Häuschenlogo von Roland Schuster gewonnen. Darüber war und bin ich auch sehr froh und Feldkirch ist ja eine sehr freundliche und wohlwollende Stadt. Prima.
Einer meiner allerersten Aufträge für die Stadt Feldkirch. Und für die Kulturabteilung. Der Titel ist mir echt gelungen, die Innenseiten waren katastrophal. Grausliger Satzspiegel, viel zu schmales Format, schlechte Typografie. Aber wie gesagt, die Hülle huiiiiii. Übrigens habe ich die Schrift mit Ulanofolie ausgeschnitten. Handarbeit pur.