Wieder war es eine sehr gelungene Veranstaltung. Ich habe das 1zu1 Prototypen Projekt Signaletik vorgestellt. Eine runde Sache. Alle waren sehr interessiert. Und die anderen Vortragenden waren auch sehr gut. Und wenn einer oder eine mal etwas langweiliger ist, kein Problem. In 20 Bildern à 20 Sekunden, also in 400 Sekunden, ist alles vorbei. Sehr lebendig und sehens- und hörenswert. Macht auch mal mit.
20 Bilder, 20 Sekunden pro Bild. So schnell hatte ich noch fast nie präsentiert. Wunderbare Beiträge, spritzig, witzig, informativ. Mein Thema „Das Kind im Designer – oder es wird ja alles immer komplexer“. Wir Kreative sollten uns unser Kindsein so lange es geht erhalten. Kinder sehen ganz direkt und unverblümt auf die Dinge. Manche behaupten sogar, dass Kinder unsere Welt regieren und retten könnten. Darüber sollten wir öfters nachdenken.
Die lustigen Brüder Mucci in Monteverdi Marittima in der Toskana betreiben ihr Geschäft vorbildlich. Auf knappen 60 Quadratmetern zeigen sie alles, was das kulinarisch interessierte Herz begehrt. Die Beiden beliefern zahlreiche Restaurants und Trattorias der Umgebung. Jeder kennt jeden, so scheint es im Laden. Es werden kleine Geschichten erzählt, beste Rabattverhandlungen geführt. Zusatzgeschäfte mit Spaß und Lust generiert. Das Büro ist einen Meter breit und 3 Meter hoch. Überall Preisschilder, Heiligenfiguren, Lebensmittel vom Feinsten. Bon appetito. Macht Appetit auf bestes Marketing mit Herz und Hirn.
Signaletik. Orientierungs- und Leitsysteme, Szenographie, Corprate Identity. Psychologie des Leitens. Vorträge im vai, in der Fachhochschule in Villach, etc. Aufklärungsarbeit für eine sehr junge Disziplin der Gestaltung. Sprechende und klingende Räume. Sehen und Hören. Übrigens ein kleiner Blick in unsere Multimedia-Trickkiste: Wir projezierten die Bilder und den Text extra. Die Bilder fix an die Wand und den Text mit einem 2. Beamer auf einem drehbaren Holzteller und händisch durch Silvia Keckeis in vlow-motion über die Bilder. Flash lässt grüssen.
„What a teacher!“ G.G. Lange ist letztes Jahr gestorben. Er war einer meiner wichtigsten Lehrer. Jeden Montag von 9 bis 12 Uhr hat er uns in seiner unverwechselbaren Art gute Gestaltung gezeigt und über Typografie, Bildkomposition, Farblehre etc. referiert. Niemals hat er uns irgendwelche Gurus vorgehalten. Er blieb stets beim guten Arbeitsbeispiel, lebte beste Ansprüche vor und ermunterte uns zum eigenen Gestaltungswillen. Danke Herr Lange. Ich habe sehr viel von Ihnen behalten.
Was für ein Lehrer! Günter Gerhard Lange hat bei uns in der U5 in München die Woche eingestimmt. Jeden Montag von 9 bis 12 Uhr durften wir seine Vollgasvorträge geniessen. Er hat uns die besten Arbeiten gezeigt. Er hat uns Typografie und Gestaltung vom Feinsten präsentiert. Er hat uns motiviert, uns selbst zu sein und unseren Ideen nachzugehen. Unsere Qualität zu schärfen und das Beste zu suchen. Er war einer der wichtigsten Vermittler der Gestaltung. Ohne als Guru aufzutreten und ohne uns anzuhalten, den Vorbildern nachzueifern. Erziehung zum Sein. Danke Günter Gerhard Lange, ich werde Dich ewig in Erinnerung halten. Du fehlst uns…