Entwürfe/Wettbewerbe
Wir scheuen Wettbewerbe prinzipiell. Ausser wir werden geladen und können einfach nicht anders. Dann gewinnen wir auch meistens. Manches Mal eine neue Zusammenarbeit, aber immer neue Erfahrungen und Erkenntnisse. Ein bisschen sportlich sind wir ja doch wenns Sinn macht. Ein offener Wettbewerb ist wie ein Blind-Date in der Disco. Alles glitzert, alles glänzt. Man ist fasziniert von dem Moment – und am morgen danach? Und in dieser Kategorie sammeln wir auch Arbeiten, die aus anderen Gründen nicht zur Umsetzung führten. Die Entwurfs-Schublade wird über die Jahrzehnte immer voller und reich an Themen und Lösungen. Manchesmal greifen wir gerne darauf zurück – aber nur wenn wir uns daran wirklich erinnern.
Für das Unternehmen Knoblauch in Marktdorf haben wir ein spezielles Projekt entwerfen dürfen. Ein Mailing zur Vermarktung ihrer Schiffscontainer-Wohnungen. Irre schöne Ausbau- und Einrichtungsqualität und sehr charmant sind diese ehemaligen Weltreise-Container. Die Entwürfe haben uns sehr gut gefallen. Leider ist aus der Umsetzung dann nix geworden. Aber trotzdem danke für die Beauftragung.
Für unsere Freunde der besten Töne und Rythmen haben wir einige Gedanken gesammelt und präsentiert. Einiges wurde auch von ihnen selber dann umgesetzt. Schön, dass man mit wenig Gestaltung und viel Gefühl doch aus jedem Bau etwas herausholen kann. Mit Signaletik wohlgemerkt.
Unser großes Vorbild Otmar Motter hatte das VKW Logo gestaltet und dies war so viele Jahrzehnte ein starkes Blitzlicht in den Logotypen in Vorarlberg. Dann bekamen wir die Möglichkeit, unsere Gedanken zu formulieren. Wir dachten an den Strom-Messer-Ring, der in den halbdigitalen Haushalten die Runden sauste und den Zähler fütterte. Leider war dies wahrscheinlich zu nostalgisch. 2 Jahre später wurden diese Anzeigegeräte durch volldigitale Apparate ausgetauscht. Die Varianten gefallen uns trotzdem noch sehr gut.
In der Regel versuchen wir unsere Informationsträger leicht und flexibel zu gestalten. Hier trauten wir uns mal zu manifestieren. Zumindest die Absenderschaft des Geländes. Leider sind wir hier nicht zum Zug gekommen. Irgendwann aber werden wir auch mal mit möglichst nachhaltigem Beton betonieren. Mich hatten die Stelen in Indonesien inspiririert. War eine schöne Reise.
Leider haben wir den Auftrag nicht erhalten. Wir meinen, den Dornbirner HTL-Menschen ist hier was entgangen. Die Illustrationsidee – gezeichnet von Illustrator Nikolay Uszunov hätte sich hervorragend in die Wayfinding Systematik integrieren lassen. Schade Marmelade – aber vielleicht kommt mal wieder ein ähnliches Projekt – aber dann!
Die Architekten von Cukrovicz Nachbaur in Bregenz hatten uns zum Wettbewerb miteingeladen. Endlich mal durften wir alles geben und gemeinsam haben wir den 3. Platz belegt. Auch nicht schlecht, wobei wir schon zugeben müssen – wir hätten gerne gewonnen und sind von unserer Einreichung immer noch sehr überzeugt. Aber trotzdem Gratulation an Bernardo Bader – 1. Platz und Alles wird Gut – 2. Platz. Was die Jury notiert hatte, geben wir hier gerne weiter. Wiedermal durften wir das Thema Signaletik und Szenographie miteinbringen und hervorheben als Notwendigkeit. Schritt für Schritt zur Ortsentwicklung mit allen sinnvollen Disziplinen. Das heisst für uns – weitermachen und die Fachplanung Signaletik und Szenografie weiter in die Hirne und Herzen der ArchitektInnen und AuftraggeberInnen einpflanzen.
Zitat Jury: Die fundierte Auseinandersetzung mit dem Thema der Signaletik bzw. von grundlegenden Herleitungen wird anerkennend besprochen und zeigt die grundsätzliche Notwendigkeit der Befassung mit diesen Themen auf. Dasselbe gilt für den Vorschlag eines Ausstellungskonzeptes.
Cukrowicz Nachbaur Architekten
Auch hier haben uns Cukrovicz Nachbaur Architekten ins Signaletik Boot geholt. Für die rwt Regionalwerk Toggenburg dürfen wir auch das Headquarter mitgestalten. Wir haben das Vorkonzept präsentiert und freuen uns auf die weiteren Schritte. Einzug ist auch Ende des Jahres geplant. Es gibt also noch viel zu tun im kurzen 4. Quartal des Jahres 2018. Alles pulsiert und fliesst – unser Leitstern für das Konzept der Netzwerker der Telekommunikation, des Wassers, des Stroms und der Fernwärme.
Mit den Architekten Wirnsberger Hohengasser und Erhard Steiner haben wir in Kärnten am schönen Keutschacher See die Vorkonzeption der Signaletik und Szenografie für die Ausstellung des Weltkulturerbes Pfahlbauten am Keutschacher See entworfen. Wir sind grad am budgetieren und an der Planung der weiteren Schritte. Es ist sehr spannend, ein Thema zu erarbeiten, daß ca. 7000 Jahre zurückliegt und eigentlich ganz wenig bis gar nix – ausser die Fundstelle – zeigbar ist. Also vollste Anforderung an die mögliche Historie und die Vorstellungskraft der Zeiten ins Heute zu hieven. Sehr feine Zusammenarbeit und überhaupt sehr feine und spannende Gestaltung- und Vermittlungsarbeit mit tollen Menschen.
Für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt Dornbirn… etc. wurden wir neben Proxi, Zeughaus und Super BfG zum Gestaltungswettbewerb eingeladen. Elias Riedmann und Nico Pritzl haben 2 sehr feine Gestaltungen geliefert. Unsere Freunde in Egg haben den Auftrag gewonnen. Sind sehr gespannt auf das Ergebnis. Vielleicht schaffen wir es in weitere Wettbewerbe, aber drücken jetzt mal zuerst den Verantwortlichen alle Daumen, dass die Bewerbung positiv beurteilt wird.
Dies war noch eine Arbeit von Stefan Amann und Martin Platzgummer. Leider ist es am Ende dann doch nix daraus geworden. Aber in der Entwurfsschublade hat es einen schönen Platz bekommen.
Den Bau aus den 70igern – vis a vis vom Montforthaus Feldkirch wollten wir auch „etwas pimpen“ und haben diese Entwürfe gestaltet. Leider hat es nicht zur Ausführung geführt. War trotzdem eine feine suffiziente Klinge, wie ich meine.
Für Thomas Stadelmann, der unseren Garten soooo schön gestaltet und umgesetzt hat, haben wir ein Corporate Design entworfen. Leider ist er dann aus der Selbstständigkeit umgestiegen in ein Angestellten-Dasein und es ist nix zur Umsetzung gekommen. Auf zum nächsten Gartengestalter oder einer *in.