Illustration
Sind Grafik Designer ZeichnerInnen? Müssen sie zeichnen können? Ja, eine Idee auf ein weißes Blatt Papier zu bringen oder auf eine InDesign Seite – das braucht gewisses darstellerisches Können. Manchmal klappt es auch, das ganze anschaulich zu illustrieren. Wir in der Säge lieben unsere Illustrationen – aber auch unsere Freunde im externen Netzwerk. Illustrationen können eine Geschichte so schön schnell und vielschichtig erzählen, ist meistens unverwechselbar und eigenständig. Und ganz oft ziemlich kunstvoll.
Mit Manfred Hellrigl vom Büro für Zukunftsfragen haben wir diese Kampagne fürs Mobilitäts-Land Vorarlberg gestaltet. Krizzelzeichnungen, Kinderschrift linksgeschrieben, plakative und fröhliche Farben. Smarter Auftritt der Anderen Mobilität in V.
Karl Matheisl hatte mich damals beauftragt, die Kommunikation rund um dieses schöne Jubiläum zu gestalten. Wir verzogen mit dem Kopierer und dem Fax schwarzweisse Instrumentenfotokopien. Und als besonders nette Guerilla-Marketing Idee stellten wir für die Programmflyer Notenständer in ganz Lustenau auf. Hört, hört.
Mit Ernst Schwald und Reinhard Gassner haben wir diese Kampagne zur Messe Dornbirn entwickelt. Hannes Scherling – der Vater von Sandro hatte uns dann am Messestand meine Illustration 8 Meter hoch frei Hand auf den Stand gemalt. Eine wunderbare Arbeit. Übrigens früher hiess das Energieinsitut Vorarlberg noch Energiesparverein Vorarlberg. Das waren noch Zeiten.
Dies hatte ich mir von meinem Dozenten Dieter Wünsch aus der U5 in München abgeguckt. Er hatte uns diese Geschichte öfters erzählt. Seine Kinder kamen immer ins Atelier und sagten – Papa mal nen Bär. Und ich habe dann auch meinen Kindern immer ein Bärlein gemalt. Geht wunderbar und ist lustig.
Auch einer meiner allerersten eigenen Kunden. Lothar Künz, ein Tischlermeister, der eigentlich Architekt ist, aber eigentlich bauphysikalische Untersuchungen macht. Also gehts bei ihm um die Prüfung höchster Lebens- bzw. Wohnqualität bei Gebäuden. Die Illustration des Häuschens habe ich übrigens links gezeichnet, das ist meine ungeschulte Hand. Kinderhand sozusagen.
Für Manfred Hellrigl und Mert König habe ich das Corporate Design des Umweltinformationsdienst Vorarlberg – jetzt Büro für Zukunftsfragen – gestaltet. Auch noch nicht unter der Fuchtel der Landespressestelle. Dies waren noch gestaltungsfreiere Zeiten. Ob dies an der allgemeinen politischen Situation in Vorarlberg liegt?
Für Markus Wohlgenannt haben wir dieses ReDesign gestaltet. Das rote Sofa gabs bereits. Später hat er dann auf der Weltausstellung ein Zumthor-Gebäude gekauft und ein Haus darüber gebaut. Jetzt steht dieses wundersame Ding im Hatlerdorf in Dornbirn.
Der damals junge Bürgermeister Wilfried Berchtold kam zu Reinhard Gassner und mir und wir durften die Kampagne für die Belebung der Innenstadt entwerfen. Inserate, Siebdruckplakate und beste Veranstaltungen – auch in der Reihe des Gauklerfestivals – waren input, den es zu bewerben galt. Eine frische und lustige Kampagne war entstanden. Plakate mit Illustrationen von Helmut King, Roland Schuster und mir. Eine schöne Begegnung Vorarlberger Grafik. Heute ist zum Glück schon viel viel mehr los in der Feldkircher Innenstadt.
Also das war ziemlich schräg und verrückt. Der Papierfachhandel Vorarlberg – also die Wirtschaftskammer hat Reinhard Gassner und mich beauftragt, eine Imagekampagne fürs Papier und darüber hinaus für die Produkte im Papierwarenfachhandel zu gestalten. Mit Heimo, der eine winzige Papierschöpferei im Appenzell betreibt, haben wir die Produkte ins Papier „geschöpft“. Das war lustig. Zum Beispiel für den Taschenrechner brauchten wir ca. 10 Stück, weil der Druck der Presse das Ding bei jedem 3. Plakat platzen liess. Es gab Plakate und Billets. Also wirklich schön, wenn man aus dem Vollen schöpfen kann…
Das fahrende Häuschen bringt die Haushilfe und lässt die PatientInnen länger von zu Hause aus gesund werden. Mit Reinhard Gassner habe ich dieses Projekt gestaltet. Saloppe Zeichnung oder? Und ganz interessant, wir haben auch die Reinzeichnung von früher online gestellt. Schöllerhammerkarton, später Millimeterpapier, Beschreibung von Hand auf Transparentpapier, Pantone-Farbmuster. So hat man an die Lithografie bzw. die Druckvorstufe die Übergabe der „Daten“ gemacht.
Manchmal durfte ich mit Reinhard Gassner auch andere Theaterstücke mitgestalten. Sonst war ich ja für die Kindertheaterplakate zuständig. So las ich das Drehbuch vom Theatermacher. Es kam dann doch ein Entwurf von Reinhard in die Druckerei. Aber es machte sehr viel Spaß und die Skizzen sind wirklich schön, oder?
Reinhard Gassner und ich waren ja in Lahti und in ganz Finnland. Eine Woche lang. Aber das ist eine andere Geschichte. Mit diesen Impressionen hatten wir dieses Plakat als freie Arbeit bei weiteren Biennalen eingereicht. Die Sekretärin der Biennale in Lahti hatte uns per Fax die Übersetzung bzw. den Klang des Elchschreies geschildert. Aber solch lustige Geschichten kommen dann im Plakat leider nicht zur Geltung. Aber die Erzählung ist ganz und gar witzigst.