Rundumuns
Uns interessiert, was um uns herum passiert. Neben dem Arbeiten und unseren Hirnen, bei Freunden, bei Festen und bei Projekten die wir gerne weiterempfehlen.
Manchmal sollte man sich für nix zu schade sein. Modell für Kindertheaterplakate-Illustrationsvorlagen, Modell für Modeaufnahmen – Lichtprobe. Lustige Erinnerungen an die schreckliche Mode der 80iger Jahre. Polaroids wohlgemerkt.
Das ist wirklich verrückt. Hinten im Abstellraum hat Sandro Scherling diese Charts ausgegraben. Mit Buntpapier und Xerox Kopierer. Schere und Messer. Und ab ins Layout. Die Entwurfstechnik hatte großen Einfluss auf die Visualität. Das ist ja nach wie vor so. Also neben allen Computerprogrammen beherrschen, sollten wir immer wieder die Handwerkskiste rauskramen. Ach übrigens – die Präsentation hatten wir damals verloren. War so um 1990…
Mit Franz Müller von A-Typisch haben wir für Heinz Krippner diese Marke in Europa eingeführt. Ein lustiger Auftrag für junge Gestalter. Damals schon anspruchsvoll, aber gut. Die Amerikanerflagge würde ich heute dezenter einsetzen. Wenn überhaupt…
Für die Agentureröffnung von A-Typisch haben wir diese Faltung erarbeitet. Der Versand mit der Post war die Herausforderung. Wir hatten die Idee, die Karten zusammenzudrücken und dann in Folie einzuschweissen. Also hier legen wir offiziell offen, daß wir diese Versandart erfunden hatten und nicht Zur Gams mit dem Leberkäs-Kabarett. Ist aber eh wurscht.
Ja, das war noch total politisch. Wir sind rausgefahren, nach Wackersdorf, um gegen den Brüter zu demonstrieren. Und ich habe Plakate gemacht und Flyer. Bei Zwentendorf haben wir auch sehr engagiert gegen das Atomding gewettert. Das sollte man eigentlich nie aufhören. Also ran an die Demoplakate.
Ja, also das war wirklich eine Riesengaudi. Meine Diplomarbeit zum Thema Mülltrennung hat mit einigen anderen Arbeiten für einen Werbefilm unserer Schule in München „hergehalten“. Mein Dozent und ich verkleideten uns. Er als Fernsehredakteur und ich als Ministeriumsprofessor. Die Aktion Bunt war auf Basis einer Studie aus Tübingen entwickelt worden. Ich habe eine komplette DesignKommunikationskampagne dazu entwickelt. Ein feines A-Diplom übrigens. Die Erfahrung im Filmstudio war superlustig. Xfache Drehs, Wiederholungen und am Schluss den gesprochenen Text im Playback. 1 Jahr später habe ich in Vorarlberg eine reale Mülltrennungskampagne gestaltet. Damals in der Agentur Baschnegger für die Firma Häusle.
Ich habe ja mit Peter Felder an der U5 in München studiert. Wir sind dann einmal in die Hochschule in Augsburg auf Exkurion gefahren. Wir waren total frustriert. Die StudentInnen haben sich ein ganzen Semester zb. mit der Illustration eines Arbeitshandschuhs beschäftigt. Ein gigantischer Unterschied zu unserem eher doch Schnellsiedestudium von 6 Semestern an der U5. Das hätte uns damals auch sehr gut gefallen. Vertiefen. Lamentieren. Studieren. Wir haben sogar die U5 in 4 Semestern abgewickelt. Wobei sie uns nix geschenkt hatten. Wir mussten das 1. und das 3. und dann das 2. und das 4. Semester voll bearbeiten und dann das 5. und dann das Diplom machen. Also nicht umsonst kenne ich heute noch nix von München. Arbeit, Arbeit, Arbeit. Aber es hat sich letztlich sehr gelohnt.
Peter Felder und ich haben in der U5 in München studiert. War eine prima Zeit. Viel gelernt. Vor allem auch von Peter. Er war mein Zimmernachbar im LKW Fahrerheim. Zum Diplom durften wir beide die Aussendung gestalten. Superlustig und frech, wie ich finde. Seht euch mal die jungen Typen an.
Man fragt sich, muss eigentlich ein Grafik Designer zeichnen können? Ich denke schon. Der Spaß am Bilderdenken, am Skizzieren, am Entwerfen, am Krizzeln. Da denkt der Kopf und die Hand versucht. Oft ist die Skizze die erste zündende Spur zu einem genialen Detailentwurf. Und wir denken an die Kinder. Beim Zeichnen und Malen wird die Phantasie angeregt und wenns dann gelingt, machts auch einen Riesenspaß. Also zumindest gerne wollen sollte man zeichnen als Gestalter.
Zwei junge Burschen. Von der Provinz in die Millionenstadt München. Das Studium begann und wir eroberten „die Welt“. Schöne, bewegte Zeiten waren das. Wohnen im LKW-Fahrerheim zwischen Fernsehzimmer, Aufenthaltsraum und über der LKW Garage in Unterföhrung. Saukalt. Tausende Marlboros, ein Haufen Kaffee. Durcharbeitsnächte. Schöne Grüße Peter. Hast Du eigentlich Deine Vespa noch?
Das war unser erster internationaler Wettbewerb (noch im Studium). In Sandros Zimmer in der Herrengasse in Hohenems designten wir unsere Favoriten. Wir dachten wirklich, wir werden berühmt und gewinnen diesen Pitch. Voller Euphorie und Überzeugung reichten wir ein. Gewonnen haben wir natürlich nicht, fanden dies sehr ungerecht und überhaupt nicht gerechtfertigt und schmollten eine ganze Weile. Glücklicherweise haben wir dann aber bald schon Wettbewerbe gewonnen. Sonst wären wir ja heute depressiv.
Dies war der Einstieg in die Grafik-Design-Szene. Ich war noch Lehrling beim Forum Bregenz als Dekorateur, da traf ich Hans-Jörg Baschnegger beim Zumtobel in Dornbirn. Er fragte mich „Was tust Du?“ – ich antwortete und er lud mich zu sich ein und ich durfte meine Lehre als Dekorateur in seiner Agentur als Grafiker abschliessen. Das Foto zeigt Hans-Jörg, Falko Metzler, Patrizia Mörtl, Bernd Leisner, Armin Grubhofer (Zumtobel Werbeleiter) Kurt Amann, Michele Keck und Lisi Hämmerle beim Sqash-Turnier. Wir bekamen alle eine gestaltete Ausstattung von der Agentur geschenkt und hatten viel Spaß in der damals nigelnagelneuen Squash-Halle. Crash – Crazy Advertising Squash Heros.