Luis Rodriguez war unser Lehrling. Für seinen Opa Edwin hat er diesen feinen kleinen Film gestaltet. Bravo Luis. Das war eine prima Arbeit.
BIENENHONIG ANIMATION from Sägenvier on Vimeo.
Ja unser Notizblockkatalog. Es war 2002. 7 Leute, 2 Monate, ein Notizblockkatalog und die erste Sägenvier Website wurden über den Sommer „aus dem Boden gestampft“. Eine Höllenarbeit. Schweiß, Herzblut und Freude. Luis unser damaliger Lehrling hat 500 Blöcke von Hand konfektioniert. Ein Wahnsinn. Joseph Binder in Bronze gabs auch dafür. Leider ist dieses schöne Schreibding vergriffen.
Eine Erinnerung an unseren Animations-Freak Rene Bachmann. Er sitzt in Berlin und arbeitet für uns, wenn wir in Motion gestalten. Schöne Grüße nach B. Rene.
So um die 1993 haben wir aus unserer freien Büropartnerschaft das Atelier für Text und Gestaltung gegründet. Wir wollten die Gestaltung und das Wording platzieren. Das war auch aus unseren 4 Gründern entstanden. Kurt, Sandro und Sigi Design und Hermann Text. Das hatten wir so 7 Jahre durchgezogen. In der Zwischenzeit hatten wir auch unsere schöne Loft in Dornbirn eingerichtet und eröffnet. Als wir merkten, daß wir gewisse WG Diskussionen unendlich lange führen mussten, um zb. eine Kaffeemaschine zu kaufen und unsere gemeinsame Sekretärin an unserer unabgestimmten Personalführung schier verzweifelte – und nachdem mein Schwager Charly am Telefon „Atelier für Satelitengestaltung“ verstanden hatte – gründeten wir endlich die lose und innovative Plattform Sägenvier (Sägerstrassee 4). Als meine Tochter Selina ein Reiterwochenende in Brand gewann (über einen deutschen Ponyheftchenverlag) – da begleitete ich sie und konzepierte unseren ersten Auftritt. Lustige Feste haben wir gefeiert. Wird Zeit, daß wir wieder mal eins planen.
Zum 75ig Jahrjubiläum von designaustria wurden wir eingeladen, Plakate mit unseren Arbeiten zu präsentieren. Dazu hatten wir keine Lust. Dafür fanden wir diese stolzen Fahrzeugbilder unserer Jugendzeit. War auch eher herausragend…
Einige Impressionen unserer ersten Büroeinrichtung im Sägenvier. Werkstattatmosphäre. Klaus Österle war damals unser Praktikant und Mitarbeiter. Arbeiten am Computer mit Hannes Mäser von der Katholischen Kirche Vorarlberg. Dazwischen eine Reise nach London – Designmuseum… Das waren noch Zeiten…
Einmal, es ist schon eine ganze Weile her, da habe ich jeden Tag ein Gesicht gezeichnet. Mit ein paar wenigen Strichen. Rene Bachmann hat mir dann dieses Filmchen gemacht. Everydays Face. Das waren noch Zeiten in Bregenz in der Anton Schneider Strasse.
Faces from Sägenvier on Vimeo.
Freie Arbeit mit 100 Gesichtern
Also damals waren wir noch wilde Hunde. Hermann, Sandro und ich (damals noch als Atelier für Text und Gestaltung) meinten, wir würden mit diesen Direkt Mails an die fetten schweizer Kunden rankommen. Wir schickten insgesamt Postkarten hintereinander und glaubten wirklich, die Leute rennen uns den Laden ein. Gornix war das Resultat und wir verbrachten noch einige längere Jahre mit der Meinung, wir würden schon mal entdeckt werden. Jaja, man lernt nie aus. Aber lustig waren die Texte schon Hermann.
Manchmal sollte man sich für nix zu schade sein. Modell für Kindertheaterplakate-Illustrationsvorlagen, Modell für Modeaufnahmen – Lichtprobe. Lustige Erinnerungen an die schreckliche Mode der 80iger Jahre. Polaroids wohlgemerkt.
Als wir noch mit Pantone Markerstiften scribbelten und mit Minolta Kopierer und Schere unsere Layouts zusammenklebten. Das waren noch Zeiten. Chemie für farbige Schriften. Bunte Stifte und Farbgeruch überall im Atelier. Da wird man schon wieder melancholisch. Wir werden in alter Poschauko-Manier unsere Stifte spitzen und nebst perfekten Computerentwürfen mit Hirn und Herz und Hand gestalten.
Ja, also das war wirklich eine Riesengaudi. Meine Diplomarbeit zum Thema Mülltrennung hat mit einigen anderen Arbeiten für einen Werbefilm unserer Schule in München „hergehalten“. Mein Dozent und ich verkleideten uns. Er als Fernsehredakteur und ich als Ministeriumsprofessor. Die Aktion Bunt war auf Basis einer Studie aus Tübingen entwickelt worden. Ich habe eine komplette DesignKommunikationskampagne dazu entwickelt. Ein feines A-Diplom übrigens. Die Erfahrung im Filmstudio war superlustig. Xfache Drehs, Wiederholungen und am Schluss den gesprochenen Text im Playback. 1 Jahr später habe ich in Vorarlberg eine reale Mülltrennungskampagne gestaltet. Damals in der Agentur Baschnegger für die Firma Häusle.
Ich habe ja mit Peter Felder an der U5 in München studiert. Wir sind dann einmal in die Hochschule in Augsburg auf Exkurion gefahren. Wir waren total frustriert. Die StudentInnen haben sich ein ganzen Semester zb. mit der Illustration eines Arbeitshandschuhs beschäftigt. Ein gigantischer Unterschied zu unserem eher doch Schnellsiedestudium von 6 Semestern an der U5. Das hätte uns damals auch sehr gut gefallen. Vertiefen. Lamentieren. Studieren. Wir haben sogar die U5 in 4 Semestern abgewickelt. Wobei sie uns nix geschenkt hatten. Wir mussten das 1. und das 3. und dann das 2. und das 4. Semester voll bearbeiten und dann das 5. und dann das Diplom machen. Also nicht umsonst kenne ich heute noch nix von München. Arbeit, Arbeit, Arbeit. Aber es hat sich letztlich sehr gelohnt.