Daniela Fetz, unsere neue Mitarbeiterin, hat diese Senioren-Residenz-Zeitung gestaltet. Wohnen wie zuhause. Erzählt von den MitarbeiterInnen und den BewohnerInnen für die MitarbeiterInnen und die BewohnerInnen. Große Schrift, gute Kontraste. Authentische Bilder. Viel Spaß beim Lesen.
Manchmal meint man sich zu übernehmen. Ich bekam von Heidi Weber die Anfrage, ob ich nicht mit dem 4. Semester FHV Intermedia ein Drucksachenprojekt machen möchte. Ich sagte sofort zu und freute mich schon sehr darauf. Eine Woche später rief mich Hubert Matt an und fragte mich, ob ich schon wüsste, daß es sich um ein Incoming Semester handle. Ich sollte das Projekt in Englisch halten. Schluck. Ich habe Englisch auf Haupt- und Handelsschulniveau und meinte bis dato, daß ich mit JapanerInnen und so ganz gut kommunizieren kann. Aber eine Vorlesung halten. Schwitz. Aber ich sprang ins kalte Wasser. Zudem wählte ich ein nicht ganz unanspruchsvolles Thema für Plakatgestaltung aus. Erinnern an den Holocaust. Auch dies war interessant – wie gehen junge Leute aus Mexiko, Holland, USA, Türkei etc. mit diesem Thema um. Und das alles in Englisch… Ich holte mir dann Joachim Wiesner (Englisch- und Geschichteprofessor – und Holocaustspezialist) für Briefing – und dies war bereits meine Rettung. Die Entwürfe waren so interessant, daß ich mich dann kurzfristig entschied, einen Wettbewerb zu starten. Wir installierten eine Jury und prämierten einen Sieger. Dieser wurde auf der Vorderseite des Plakates platziert und auf der Rückseite haben wir sämtliche Einreichungen dokumentiert. Und zuletzt wurde das Projekt von erinnern.at an die österreichischen Schulen verteilt. Hier sieht man, was sich alles aus einer fiktiven Semesterarbeit ergeben kann. Ich weiss jetzt auch, daß Hakenkreuz in Englisch swastica heisst. Habs mir oft genug aufs Tempotaschentuch geschrieben.
Wir durften am Sonntag in der Arena Filmcity in Zürich unsere European Design Awards 2009 abholen. Es war eine herzliche und feierliche Überreichung. Junge Teams aus ganz Europa zeigten ihre besten Arbeiten. Es war wunderbar. Unsere Signaletikarbeit für die Volksschule Tschagguns hat in der Kategorie Signs & Displays Bronze erreicht. Für das didaktische Material (Mappe mit Posterset) zum Thema „Ein Überlebender des Holocaust“ – Naftalie Fürst durften wir Silber in der Kategorie Brochures mitnehmen. Die Jury setzt sich aus 12 führenden Fachmagazinen im Designbereich zusammen. Spricht für die Auswahl und wir sind natürlich auch glücklich, dass die Arbeiten europaweit publiziert werden. Auf zu neuen Werken.
Die Aufgabenstellung vom IfS lautete, eine Telefonnummer für die Beratung Erziehungsberechtigter zu kommunizieren, die Schwierigkeiten mit der Kindererziehung haben. Es sollte ein Folder für Arztpraxen, für die Übergabe im Gemeindeamt etc. werden. Wir fanden den Begriff Babyfon passend und entschieden uns, einen Bauchwehtee als Transportmittel zu gestalten. Beim Bauchweh fängts auch manchmal an. Schreien, Wehklagen, nervtötende Nächte. Überforderung in der Erziehung. Wir sind überzeugt, dass hier nicht früh genug reagiert werden kann. Christian hat den Bär gemalt… Jööööhhhh.
Nach dem Teebeuteldispenser jetzt der Folder für die “Vermittlerâ€. Papi – malst mir an Bär? Gute Nacht.
Grenzbereiche der Lesbarkeit. Im Sinn und Kontext erlaubt und wirksam.
Eine sehr feine Arbeit von Silvia Wasner. So könnte Schule sein. Hoffentlich erleben unsere Kinder noch diese erfrischende und respektvolle „Lernanstalt“. Wenn die Kinder und Jugendlichen gerne in die Schule gehen, dann ist Schule gut. Das wünsche ich mir.
Ein Online-Alles-Könner für die Katholische Kirche Vorarlberg. In Zusammenarbeit mit Oliver Ruhm und der Webmeisterei.
Der erste Folder für erinnern.at ist auch schon wieder in die Jahre gekommen. Damals spielten wir mit der Erinnerung in der Detailtypografie. Scharfe und unscharfe Platzierung des Begriffes symbolisierten auf einfache Art die „Gefahr“ des Vergessens. Jetzt, nach Jahren der Erfahrungen mit dem Projekt, erzählen uns Menschen aus dem Umfeld ihre Gedanken und belegen die Wichtigkeit der Arbeit rund um die Erinnerung an den Holocaust. Thanks for everything.
Auch mit Manfred Hellrigl haben wir diese Broschüre gestaltet. Sabine Sowieja hat die anspruchsvolle Diagrammgrafik und das Gesamtlayout übernommen. Sie hat auch die Bilder am Marktplatz gemacht. Immer von einer Stelle aus.
Ich habe Naftalie Fürst kennen gelernt. Er war einige Tage in Österreich, als die Mappe, die seine Geschichte erzählt, präsentiert wurde. Wenn man diese Geschichte kennt, ist man erstaunt über die Lebensfreude und die positive Ausstrahlung, die Naftalie Fürst besitzt. Die Mappen haben wir mit dem Kunden gemeinsam zusammengestellt und geklebt. Das Budget hätte eine Ausarbeitung in der Druckerei nicht zugelassen. Vielleicht spürt man diese gemeinsame Arbeit. Wir freuen uns auf jeden Fall über den European Design Award 2009 in Silber. Vielen Dank Joachim, Peter und Werner. Solche Arbeiten machen wir besonders gerne.
Die Häuslichkeit möglichst lange zu erhalten. Möglichst menschlich und heimelig krank sein dürfen. Dafür stehen die Leute vom Mobilen Hilfsdienst Dornbirn. Wir unterstützen diese Arbeit mit positiver und fröhlicher Gestaltung. Gemütlichkeit, Sinn für Humor und manchmal eine Hand, die einen fest hält. Design kommuniziert bzw. hilft ein bisschen dazu.
Eine schöne Aufgabenstellung, darüber nachzudenken – wie wohl jeder von uns gerne im Alter wohnen würde. Christian Kerber hat wunderbare Portraits gemacht und Helmuth Wiener hat die Menschen besucht und mit ihnen gesprochen. Perfekt, wenn die Kommunikation möglichst echt und ehrlich laufen kann…